Am 24. März 2012 wurde in unserer Stadt Frankfurt (Oder) Geschichte geschrieben. Sie, die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, haben mit Hilfe von vielen UnterstützerInnen von beiden Seiten der Oder verhindert, dass Nazis in unserer Stadt ihr menschenverachtendes Gedankengut propagieren konnten!
Durch die bunten, friedlichen und entschlossenen Massenblockaden an vielen Orten in unserer Stadt blieb dem braunen Mob nach wenigen Metern nur der Rückzug. Dies zeigt erneut, nach Erfahrungen etwa aus Halbe, Neuruppin und Dresden, die Wichtigkeit und Wirksamkeit dieser Form des zivilen Ungehorsams gegen die Aufmärsche von Neonazis.
Wir danken herzlich allen TeilnehmerInnen, UnterstützerInnen und OrganisatorInnen, die durch ihr entschlossenes Handeln auch das Bürgerfest auf dem Rathausplatz als eine friedliche, von den Nazis ungestörte Veranstaltung ermöglichten.
Gemeinsam hegen wir den Wunsch, dass in Zukunft alle demokratischen Kräfte gebündelt werden können und wir uns gemeinsam mit vielfältigen Protestformen für Demokratie und Menschenwürde, und gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus stellen können.
Wir laden daher am kommenden Dienstag, den 3. April 2012, um 18:00 Uhr in die St.-Gertraud-Kirche alle Frankfurter Bürgerinnen und Bürger ein, sich mit uns über die gelungenen Blockaden auszutauschen.
Des weiteren ruft das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" dazu auf, die vielfältigen Initiativen und Bündnisse dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze , die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus engagieren, mit ganzer Kraft zu unterstützen. So etwa gilt es, sich den Naziaufmärsche in den kommenden Wochen in den Weg zu stellen: am 31. März 2012 in Brandenburg / Havel, am 14. April 2012 in Neuruppin, am 1. Mai 2012 in Wittstock, am 12. Mai 2012 in Cottbus.
Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)"
Frankfurt (Oder), 30. März 2012